Tips für Ausflüge


Hluboká nad Vltavou
Schloss Hluboká nad Vltavou ist eines der bekanntesten böhmischen Schlösser. Es ist für den schönsten Herrensitz in Tschechien gehalten und befindet sich nördlich von České Budějovice (10 km). An der Stelle des Schlosses hat früher königliche Burg, die in der Hälfte des 13. Jahrhunderts gegründet wurde, gestanden. Bis heute wurde nur Wachtturm im Zentrum des höchsten Schlossturmes erhalten. Im 15. Jh. wurde Hluboká zum Zentrum eines gerade zu entstandenen Teichwirtschaftsgebietes. Im 16. Jh. hat die Entwicklung der Burg fortgeführt, es wurde eine Wasserleitung, die Wasser aus Moldau zuleitete, gebaut. Es wurde auch ein Wildpark gegründet. Am Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Burg zum Renaissanceschloss umgebaut. Am Anfang des 18. Jahrhunderts wurde das Schloss barock umgebaut. Zum Objekt wurde auch Wintergartenglashaus und ein ausgedehntes englisches Park angeschlossen. In der Zeit der Hochromantik in den Jahren 1839 – 1871 hat Hluboká heutiges Aussehen erhalten. Sehr berühmt ist die Teppichsammlung (v.a. Gobelins aus Brussel mit Motiven aus Volkssprichwörtern aus der Hälfte des 17. Jahrhunderts). In der Schlosskapelle befindet sich sog. „Netolická“ Arche aus 15. Jh. Außerdem gibt es da verschiedene Sammlungen z.B. Bilder, Keramik, Porzellan, Glas, Waffen. Die Bibliothek in Hluboká ist auch sehr umfassend und wertvoll.


Klatovské katakomby
Die altertümliche Stadt Klatovy hat eine besondere Sehenswürdigkeit, welche mit Recht die Besucher der Stadt anzieht. Die Katakomben enstanden gleichzeitig mit dem Bau der Jesuiterkirche der Unbefleckten Empfängnis Jungfrau Maria, in den Jahren 1656 – 1675, unter der Leitung vom Baumeister des Jesuitenordens Johann Dominik Orsi. So befinden sie sich eigentlich in einem Grundbau der Kirche, die sie auf dem Marktplatz gesehen haben. I diese Gruft wurden vor allem Rektoren und Lehrer des Jesuitenkollegs beerdigt. Die ersten Beerdigungen werden seit dem Jahr 1676 datiert und als erster wurde hier der Mitglied des Jesuitenordens Jan Jahoda begraben. Insgesamt ruhten hier 200 Toten. Bis heute sind der Gruft 40 Toten erhalten geblieben. Die Toten wurden nicht künstlich mumifiziert aber zur Naturmumifikation kam es durch Lufttrocken. Luft strömt durch Luftkanäle-Durchgänge, die bis aut dem Dach der Kirche ausmünden. Heute wiegen die Toten 8 bis 10 kg. Der einzige Grund ist eine Rettung dieser kulturellen Sehenswürdigkeit von Weltruf. Betriebszeit: October – April: Samstag , Sonntag, Montag: 9 – 12.00 und 13 – 16.00, Mai – September: täglich, ausegenommen den Montag: 9 – 12.00 und 13 – 17.00






Bechyně
Schloss Bechyně befindet sich im gleichgenannten Badeort am Fluss Lužnice. Das Schloss ist aus einer aus dem 13. Jh. stammenden Burg entstanden. An der Wende des 15. und 16. Jahrhunderts in der späten Gotik wurde die Burg umgebaut, am Ende des 16. Jahrhunderts (Petr Vok von Rožmberk hatte sie im Besitz) wurde sie dann im Rennaisancestil umgebaut. Von der Befestigung, die um die Stadt und Burg herum gebaut wurde, wurde bis heute sog. Teufelmauer, ein Teil der nördlichen Mauer und die westliche Bastei erhalten. Der neue Schlossteil wurde auf der nördlichen Seite der Burg in den Jahren 1581 – 1584 gebaut. Eine bekannte Besonderheit des Schlosses ist eine Säule in einem Saal, die sich dem Baustamm ähnelt, der die Wirbelwölbung = Zweige trägt.

Březnice
Schloss Březnice befindet sich in der gleichgenannten Stadt am Fluss Vlčava. Die Stadt liegt etwa 17 km nördlich von der Stadt Blatná. Das Schloss entstand aus einer gotischen Festung aus dem 13. Jh. Sie wurde im 16. Jh. zum Schloss umgebaut. Im 17. Jh. wurde eine Kapelle zugebaut und das ausgedehnte Schlosspark wurde neu organisiert. Die Reste der ursprünglichen Festung wurden bis heute erhalten, bei dem Schloss ist auch gotische Befestigung geblieben. An der Wende der 80er und 90er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde das Schloss neu rekonstruiert.

Kratochvíle
Schloss Kratochvíle befindet sich nordwestlich von Netolice (etwa 3 km). Es wurde von Herren von Rožmberk als ihr neuer Sitz gebaut. Kratochvíle wurde nach italienischen Mustern als Rennaisanceherrensitz gebaut. Eine der architektonischen Besonderheiten des Schlosses ist, dass seine Grundlagen durch Eichen- und Erlenholz gesichert sind – das soll die Stabilität des Gebäudes in diesem Moorland sichern. Im 17. Jh. verliefen im Schloss einzige größere Baubearbeitungen, das Eingangstor wurde niedriger gemacht und es wurden zwei neue Basteien gebaut. Anfangs des 20. Jahrhunderts wurde das Schloss auch als Lagerhaus benutzt. Rekonstruktionen und Restaurateurarbeiten haben erst in den 50er Jahren begonnen. Im Schloss Kratochvíle sind erhaltene Rennaisanceinterieurs mit wertvollen Stukkaturen mit antiken Motiven am höchsten gewertet. Eines der am meisten wertvollen Interieurs, die in Tschechien erhalten wurden, ist der sog. Goldene Saal, der zu represäntativen Zwecken bestimmt ist (mit Lünettenwölbung).

Lnáře
Das Monumentalschloss Lnáře befindet sich im gleichgenannten Gemeinde nordwestlich von Blatná (etwa 10 km). Der Komplex des Schlosses bildet das Alte Schloss, das an der Stelle der früheren gotischen Festung von Vladyken von Lnáře steht, und das Neue Schloss, das erst im 17. Jh. gebaut wurde. Die Bearbeitungen, die im Schloss während Jahrhunderten verliefen, wurden meistens nur auf Innenräume beschränkt, so dass bis heute fast das damalige Aussehen des Schlosses erhalten wurde. Das zweistöckige Neue Schloss mit vier Flügeln steht am rechteckigen Hof. In den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde das Schloss wegen der Wohnzwecke rekonstruiert. Das Schloss ist durch Steinbrücke über dem Schutzgraben zugänglich. Auf dem Schlosshof steht ein Brunnen mit Neptun´s Statue vom Ende des 17. Jahrhunderts. Die Schlossinterieurs sind reich geschmückt.

Orlík nad Vltavou
Burg (später Schloss) Orlík steht auf einer hohen Felsenlandzunge hoch über der Moldau. Nach einer Sage bekam es seinen Namen wegen seiner Lage hoch auf den Felsen – so ähnelt es sich einem Adlernetz. Nachdem der Stausee Orlík entstanden ist, wurde das Tal unter dem Schloss überflutet und der Wasserspiegel reicht heute bis zur Schlossmauer. Orlík wurde ursprünglich als frühgotische Königsburg in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gegründet. Im Verlauf des 14. und 15. Jahrhunderts wurde die Burg eingerichtet und erweitert. Im 16. Jh. wurde sie im Rennaisancestil ins Schloss umgebaut. Seit dem Jahre 1719 ist es ein Eigentum von den Fürsten von Schwarzenberg. Anfangs des 19. Jahrhunderts hat das Schloss ausgebrannt, es wurde aber rekonstruiert. Das Schloss ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Es besteht aus vier Flügeln, die das Schlosshof bilden. Es ist vom breiten englischen Park vom Anfang des 19. Jahrhunderts umringt. Das Schloss ist durch seine große Flintensammlung bekannt. Die Flinten gehörten einmal verschiedenen berühmten Persönlichkeiten. Die Sammlung zählt mehr als 300 Stücke. Interessant ist auch die Bibliothek mit mehr als 18 Tausend Bänden – die ältesten stammen aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Zum Orlík kann man aus dem Gemeinde Orlík nad Vltavou oder vom Schiffhafen beim Schloss kommen.









































